For Life

Vergeben in: Weltweit
Vergeben von: Bio-Stiftung Schweiz
Kategorie: Essen und Trinken, Kosmetik und Sanitär
Produkte:
Obst, Gemüse, Öle, Schokolade, Kräuter, Honig, Nüsse, Rosen, Wein, Körperpflegeprodukte
Anzahl der belabelten Produkte: Etwa 100
Label-Info: For Life
  • Besonders empfehlenswert nachhaltig
  • Anspruch
    Die Vergabekriterien gehen deutlich über das gesetzlich Vorgeschriebene hinaus.
    Die Kriterien des Labels werden anhand neuerer Erkenntnisse und Standards überarbeitet.
    Die Kriterien des Labels sind geeignet, relevante Verbesserungen im Bereich des Labels zu ermöglichen (ökologische, gesundheitliche, soziale, technische, kulturelle Ansprüche etc.).
  • Unabhängigkeit
    Die Kriterienentwicklung erfolgt unter Hinzuziehung vom Zeichennehmer weitgehend unabhängiger und kompetenter Stellen.
    Zeichengeber, Zeichennehmer und Prüfer sind jeweils rechtlich und wirtschaftlich weitgehend voneinander unabhängig.
    Die Einhaltung der Vergabekriterien wird von unabhängiger und eindeutig identifizierbarer Stelle kontrolliert.
  • Kontrolle
    Eindeutige, nachprüfbare Vergabekriterien mit klarem Bezug sind vorhanden.
    Die Einhaltung der Vergabekriterien wird umfassend kontrolliert. Wenn die Labelvergabe befristet ist, werden Fristverlängerungen nur nach einer erneuten Kontrolle der Einhaltung der Vergabekriterien erteilt.
    Bei Verstößen gegen die Vergabekriterien wird eine Nachbesserung innerhalb einer angemessenen, überschaubaren Frist eingefordert, gegebenenfalls erfolgen weitere Sanktionen bis zum Entzug des Labels.
  • Transparenz
    Zielsetzung und Trägerschaft sind in öffentlich zugänglichem Informationsmaterial erläutert.
    Vergabekriterien, Vergabeverfahren und Kontrollverfahren sind für Verbraucher verständlich und nachvollziehbar dokumentiert und veröffentlicht und kostenlos zugänglich.
    Das Bildzeichen des Labels ist so gestaltet, dass es nicht mit einem anderen Zeichen verwechselt werden kann.

Mit nachhaltig kennzeichnen wir Nachhaltigkeitslabel. Diese berücksichtigen ökologische und soziale Aspekte und die ökonomische Tragfähigkeit für zukünftige Generationen.

Unsere Bewertung

Es handelt sich um ein anspruchsvolles Label, das wesentlich zu sozialen Verbesserungen bei der Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln beiträgt und auch ökologische Verbesserungen anstrebt, wobei allerdings kein Bio-Standard gefordert wird. Zusätzlich werden faire Handelsbeziehungen gefördert.

Die Kriterien für die Vergabe des Labels werden von unabhängigen Stellen mitentwickelt, der Vergabeprozess ist transparent. Umfassende, unabhängige und regelmäßige Kontrollen machen das Label glaubwürdig.

Verstößt ein Labelnehmer gegen die Vergabekriterien des Labels, so werden ihm Sanktionen auferlegt. Verbraucher können alle wichtigen Informationen zum Label kostenlos abrufen. Die Vergabekriterien sind allerdings nur in englischer und spanischer Ausgabe abrufbar.

Mehr Informationen

Labelgeber

Labelinhaber ist die Bio-Stiftung Schweiz. Sie wurde 1987 gegründet und ist eine nicht-profitorientierte Stiftung, die umweltgerechte Produkte und alternatives Konsumverhalten fördern will.

Die Stiftung ist in den Bereichen Bio-Landwirtschaft, Umweltbewusstsein, soziale Gerechtigkeit und Fairer Handel aktiv und setzt sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt ein.

Labelziele

Das seit 2006 vergebene Label hat zum Ziel, sozial verträglich produzierte und zusätzlich unter fairen Bedingungen gehandelte Produkte für Verbraucher kenntlich zu machen.

Das Label darf nur auf Produkten genutzt werden, bei denen die Kriterien entlang der gesamten Wertschöpfungskette eingehalten werden.

Labelvergabe

Händler und Produzenten, die das Label verwenden wollen, müssen sich an die Zertifizierungsstelle wenden und das Audit, also eine Prüfung, beantragen. Sie erhalten alle nötigen Unterlagen und bereiten die Prüfung vor.

Zu den Vergabekriterien gehört unter anderem, dass alle Kernanforderungen an Arbeitnehmerrechte der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) eingehalten werden. So müssen beispielsweise angemessene Löhne gezahlt werden, Kinderarbeit ist verboten, die Arbeiter dürfen sich organisieren, werden nicht diskriminiert und die Arbeitszeiten dürfen bestimmte Grenzen nicht überschreiten.

Um zertifiziert zu werden, müssen im ersten Jahr 90 Prozent der Vergabekriterien (gemessen in Punkten) erfüllt werden, im zweiten Jahr 95 Prozent und im dritten Jahr 100 Prozent. Dabei fließen auch die Umweltauswirkungen und die soziale Rolle der produzierenden Organisation in der Region mit in die Bewertung ein.

Die Händler müssen den Produzenten einen Fair Trade Bonus zahlen, der von diesen genutzt werden soll, um Umwelt- oder Sozialprojekte umzusetzen.

Agrarprodukte dürfen das Label tragen, wenn grundsätzlich mindestens 80 Prozent der landwirtschaftlichen Zutaten zertifiziert sind. Ausnahmen sind nur möglich, wenn zertifizierte Zutaten nicht in ausreichender Menge zu beschaffen sind.

Bei Kosmetik muss insgesamt mehr als zehn Prozent des Inhalts zertifiziert sein. Zusätzlich gilt, dass mindestens die Hälfte der Inhaltsstoffe nicht flüssig sein darf, oder, wenn doch, mindestens 90 Prozent der Inhaltsstoffe (außer Wasser) zertifiziert sind.

Eine unabhängige, zugelassene Organisation führt die Prüfungen durch und lässt über Inspektoren vor Ort kontrollieren, ob die Kriterien eingehalten werden. Die Zertifizierung erfolgt durch das Zertifizierungsbüro der Organisation und ist damit vom Auditor und Inspektor getrennt.

Fällt das Audit zufriedenstellend aus, so wird das Label für ein Jahr vergeben. Es folgen jährliche Kontrollen und einzelne Labelnehmer werden stichprobenartig kontrolliert.

Bei Verstößen gegen die Vergabekriterien kann die Stiftung das Label entziehen oder Nachbesserungen verlangen.

Kontakt

IMOswiss AG
Weststrasse 51
CH-8570 Weinfelden, Schweiz
Tel. +41(0)71 6260626

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